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Diätest du noch oder stellst auch du deine Ernährung um?

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4. Juni 2012 von Kuchenkrümel Blog

Angefangen hat eigentlich alles mit der Frage: „Schatz, findest du mich noch attraktiv?“ Als dann rumgedruckse kam war es mir schon klar. Nein, du bist zu dick! Doch eh ich dann wirklich angefangen habe an mir zu arbeiten verging noch eine ganze Weile. Warum?

1. Du musst es innerlich mit deinem Herz und Kopf/Verstand wirklich wollen.

Ich war ein Gourmet – wie ich mich selbst bezeichnete. Dahinter steckte nichts anderes, als dass ich gegessen habe, wann und worauf ich Lust hatte. Erschwerend hinzukam, dass ich bei Stress dazu neige, rum zu fressen (unkontrollierte Nahrungsaufnahme). Das alles steigerte sich in 2 Jahren soweit, dass ich ca. 25 kg zunahm. In 2 Jahren. Wie kann man sich nur in so kurzer Zeit so viel kaputt machen… Wenn man überlegt, wie lange man braucht um 25 kg wieder runter zu haben.

Durch meinen ungezügelten Appetit und einen Magen, der große Mengen Essen (ich benutze bewusst nicht das Wort Nahrung) gewöhnt war musste ein deutlich spürbarer Cut her – etwa ein Knopf, der alles nullt wie die Tankanzeige im Auto.

2. Benötigst du einen Cut? Mir hat 14 Tage Breuss-Fasten geholfen.
3. Finde oder überzeuge jemand in deinem direkten täglichen Umfeld, der mitmacht. Zu zweit geht es besser!

Also habe ich 14 Tage nach Breuss gefastet zusammen mit meinem Freund, der es aus gesundheitlichen Gründen mitgemacht hat. Das Fasten nach Breuss beginnt mit einer Grundreinigung des Körpers. Und bitte: Keine Angst vor dem Thema Darmreinigung. Viele haben es sicher noch nicht probiert. Aber es ist bei weitem nicht so schlimm wie sich die Mythen darum ranken. Einfach ausprobieren!
Ein Tagesablauf sieht ungefähr so aus: Am Morgen spezielle Tees trinken und für den Tag zubereiten. Mittags einen Teller Zwiebelbrühe „ohne Inhalt“ (also wirklich nur die Brühe). Bei Hunger schluckweise einen speziellen Gemüsesaft trinken (gibt es in der Apotheke). Und Tee so viel man will. Fertig.          Am besten ich schreibe noch einen extra Artikel über das Fasten.

Während des Fastens war ich fast durchgängig Vollzeit arbeiten. In diesen 14 Tagen habe ich knapp 6 kg abgenommen. Aber was viel wichtiger war – ich habe in der Zeit wieder gelernt auf meinen Körper zu hören. Ich habe wieder gelernt, wie es sich anfühlt und anhört, wenn man wirklich Hunger hat (meist verwechselt man Appetit mit Hunger). Meine Geschmacksknospen haben sich wieder neutralisiert. Und: Von allen Seiten kamen Komplimente. :)

Der Grundstein war gelegt. Doch wie weiter? Nach dem Fasten nimmt man automatisch wieder etwas zu, da sich der Körper ja wieder mit Nahrung füllt. Das hat mich deprimiert. Also wie gehen diese Kilos wieder runter und das Doppelkinn wieder weg und der Speckring um meinen Bauch? Mein Kopf voller Fragen – gerade zu der Zeit haben wir eine neue Kollegin auf Arbeit eingestellt. Sie nimmt schon seit langer Zeit erfolgreich ab mit Hilfe einer App (Sha*** U***). Im Grunde genommen ist das ein einfacher Kalorienzähler und dazu kostenlos :) Da ich mir selbst ein neues Handy versprochen hatte, wenn ich das Fasten durchhalte passte alles perfekt zusammen. Die App installiert und los ging’s.

4. Suche dir eine Möglichkeit, ein Gefühl für dein Essen zu bekommen – zB durch Kalorien zählen.

Ich muss zugeben, das war am Anfang sehr mühselig. Schwierig wird es beim mittäglichen Besuch der Kantine. Ja wie viel Gramm Kartoffelpüree hat sie mir denn jetzt auf den Teller getan? Etc etc etc. Zum Glück gingen die neue Arbeitskollegin und ich meist zusammen essen. So konnte ich sie immer gleich fragen. War bestimmt nervig :|
Und wenn man sich einmal mit dem Thema Fasten und Ernährung beschäftigt stellt sich immer wieder die Frage: Ja was ist denn nun ‚die perfekte gesunde Nahrung für den menschlichen Körper‘? Nach intensiver Recherche und auch vielem Ausprobieren habe ich sie gefunden: Es ist meiner Ansicht nach die Rohkost-Ernährung. Wie der Name schon sagt: Es wird alles Roh gegessen (erhitzt bis max. 40°C). Doch nach dem Fasten eine Umstellung auf Rohkost war dann auch mir zu viel. Also habe ich mich nach dem Prinzip: >So gesund wie möglich< ernährt. Mittags gab es einen großen Salat und etwas Kantinen-Essen meist vegetarisch. Abends meist grundsätzlich nur noch Salat. Ich ♥ Salat. Daran könnte ich mich totessen :) Aber machen wir uns nichts vor. Als Twenty nur noch Salat wenn direkt gegenüber der Wohnung eine Döner-Bude ist? Keinen Alkohol mehr trinken? Nie mehr brunchen gehen? Mit Freunden kein Sushi-Buffet mehr genießen?

5. Schaffe dir Raum für Belohnungen und Ausnahmen (Döner, Pizza, McDoof & Co).

Dem Fasten sei Dank hatte ich weder Heißhunger auf Süßes noch auf Pizza und Döner. Den ersten Dürüm habe ich nach ca. 1,5 Monaten gegessen. Aber nur einen halben (ich hatte nicht mehr so viel kcal übrig :) ) Immer wenn ich etwas unbedingt essen wollte habe ich mich gezwungen erst mal in mich rein zu horchen. Hast du Hunger? Hast du wirklich Hunger? Nein? Dann willst du das jetzt auch nicht essen. ;)
Am Anfang ging es ziemlich schleppend mit dem Abnehmen anhand meiner App. Aber nach ca 14 Tagen tat sich so langsam was auf der Waage bei meinem all-morgendlichen Wiegen. Je mehr du abnimmst, desto geringer berechnet die App deinen täglichen Kalorien-Bedarf. Als es dann schon mehrere Tage unter 1200 kcal angezeigt hatte, hat mich meine Arbeitskollegin gewarnt. Ich solle es nicht übertreiben. Mein Ehrgeiz in allen Ehren. Also habe ich die tägliche Kalorienaufnahme auf 1200 kcal festgesetzt und das bis heute.

6. Viel trinken. Wenn du ein Trink-Muffel bist, suche dir etwas Leckeres. Nur Wasser hat keine Kalorien :)
7. Suche dir einen Sport, der dir Spaß macht und den du regelmäßig ausüben kannst.

Trinken – ein sehr leidiges Thema bei mir. Und da habe ich schon das Glück, dass ich mir mein Trinken selbst auf Arbeit mitnehmen kann an meinen Arbeitsplatz zur permanenten freien Verfügung. Wasser schmeckt unterschiedlich! Nach dem Fasten waren meine Geschmacksknospen derart neutralisiert, dass ich mein Volv*** Orange nicht mehr trinken konnte – zu süß und zu künstlich. Also dann doch Wasser. Hier gilt: Einfach ein paar Sorten durchprobieren. Ich komme am Tag auf ca. 2 l Wasser. Auf Arbeit pur, zu Hause mit Aronia-Saft gemischt. Und das ist die unterste Untergrenze der täglichen Trinkmenge… Aber ich schaff einfach nicht mehr. :(

Sport – das nächste leidige Thema. Doch als ich entdeckt hatte, dass sehr nahe meines Arbeitsplatzes ein sehr günstiges Fitnessstudio existiert wollte ich es noch mal ausprobieren. Für weniger als 20 Eur im Monat und halbjährlicher Kündigungsmöglichkeit kann man nicht viel falsch machen. Also habe ich mit meiner Kollegin den Kurs Pilates ausprobiert. Seither gehen wir immer Dienstag früh vor der Arbeit zu Pilates. Das ist zwar kein Power- oder Ausdauersport – aber es ist regelmäßiger Sport. Darauf bin ich schon sehr stolz.
Bei mir muss Sport unbedingt Spaß machen und außerdem wollte ich auch zu Hause Sport machen. Da mein Freund Kinect gekauft hat habe ich verschiedene Demos ausprobiert, ob etwas für mich dabei ist. Irgendwann bin ich dann bei Zumba gelandet. Wow, das ist toll!!! Von super anstrengend bis entspannend. Mit ganz vielen Liedern und Choreografien. Je nachdem auf was man gerade Lust hat. Wer tanzen liebt dem wird das Spiel gefallen :) Also gekauft und schon ganz fleißig „trainiert“.

8. Genieße den Erfolg :D

Auf Arbeit bekam ich immer häufiger Komplimente. „Wow, man sieht es dir echt an“. „Mensch, du siehst klasse aus“. Etc etc etc. Das tut gut, aber erst wenn du eines Tages vorm Spiegel stehst und dich anerkennend lobst „Nicht schlecht“; erst wenn es eine Hosengröße kleiner ist ohne das die kleinere Größe zwickt – erst dann konnte ich auch mir ein Kompliment machen. Und das ist ein echt tolles Gefühl! Und es spornt an, weiter zu machen.
Ich bin in letzter Zeit etwas nachlässig geworden. Esse nicht mehr so viel Salat. Achte nicht mehr ganz so genau auf die Kalorien. Jetzt kam auch noch ein Krankenhausaufenthalt dazu – das sind jetzt schon 14 Tage ohne Sport und es werden noch mind. weitere 14 Tage folgen.

Aber ich schaffe das! Und ich werde mein Ziel erreichen – irgendwann.

Ich habe bis heute etwas mehr als 8,5 kg abgenommen in 2,5 Monaten. Und habe noch knapp 19 kg vor mir.

Solltet ihr auch abnehmen wollen – zählt nicht einfach nur Kalorien und esst weniger. Esst bewusster und gesünder! Versucht so oft wie möglich an der frischen Luft zu sein – der Sauerstoff wird euch gut tun. Macht Sport, trinkt viel, genießt das Leben :)

Viel Erfolg

Beau

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