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Durchblick im Dschungel der Studienabschlüsse

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6. Juni 2012 von Kuchenkrümel Blog

Ab Juli werde ich noch einmal für 3,5 Jahre die Schulbank drücken – ich habe mich entschieden, jetzt noch zu studieren. Tatsächlich freue ich mich schon richtig auf das Studium und hoffe, dass es nicht zu langweilig und trocken wird.

Da ich seit fast 4 Jahren im Berufsleben stehe habe ich mir natürlich auch einen gewissen Lebensstandard erarbeitet. So ist mir ein Vollzeitstudium leider nicht möglich. Wäre doch zu schön, die vollen Vorzüge des Studentenlebens zu erkunden und ausleben zu können :)

Auf der Suche nach Alternativen tat sich vor mir ein Dschungel von sehr vielen Studienanbietern, Hochschulen und auch Studienabschlüssen auf. Lobenswert zu erwähnen: Ein nebenberufliches Studium ist problemlos überall in Deutschland möglich. Es kommt aber auch immer auf die Vorbildung an.

Ich wusste, dass ich BWL studieren möchte, da ich auf diesem Gebiet schon vertiefte Kenntnisse habe. Doch wie zu meinem Ziel kommen?

Variante 1: Abendstudium an der VWA

  • Dauer: 3 Jahre – 6 Semester
  • Art: Abendstudium (2x wöchentlich, alle 14 Tage samstags)
  • Abschluss: Wirtschafts-Diplom der VWA als Betriebswirt (VWA)

Variante 2: Fernstudium zum Bachelor of Arts

  • Dauer: 3,5 Jahre – 7 Semester
  • Art: Fernstudium (15h / Woche)
  • Abschluss: international anerkannter Hochschulabschluss als Bachelor of Arts

Variante 3: Fernstudium zum Diplom-Kaufmann (FH)

  • Dauer: 4,5 Jahre – 9 Semester
  • Art: Fernstudium (15h / Woche)
  • Abschluss: staatlich anerkannter (Fach-)Hochschulabschluss als Diplom-Kaufmann (FH)

Für mich ist Zeit = Geld. Also wäre Variante 1, ein Studienabschluss in 3 Jahren, für mich gut geeignet. Was allerdings entscheidend ist: Das VWA-Studium zielt nicht auf einen staatlich anerkannten Hochschulabschluss hin. D.h. der Betriebswirt (VWA) ist eine höhere kaufmännische Qualifikation bzw. ein Weiterbildungstitel (siehe Wikipedia). Angeblich soll wohl der Betriebswirt (VWA) gleichwertig anerkannt sein mit einem FH-Abschluss. Doch kann ich mich darauf verlassen? Nein.

Dann blieb noch die quälende Frage: Bachelor oder Diplom? Beides hat Vor- und Nachteile. Bachelor und Master sollen die alten Diplom-Studiengänge ablösen. Jedoch wird ein Diplom meist als höherwertiger gesehen als ein Bachelor. Das Diplom dagegen ist ein Auslaufmodell. Was tun? Hier muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich persönlich habe mich für den Bachelor entschieden. Er ist international, dauert „nur“ 7 Semester und ich kann ihn mit einem anschließenden Master noch spezifizieren und vertiefen auf einem Schwerpunktthema. Und ich habe in der kürzest möglichen Zeit einen international anerkannten Hochschulabschluss erlangt.

Edit: Während ich den Artikel geschrieben habe konnte ich noch weitere interessante Dinge herausfinden. Die VWA in Hessen und Brandenburg bietet sehr interessante und lukrative Studienwege an. Dies kann in einer Pyramide abgebildet werden. Die Staffelung sieht wie folgt aus:

1.-4. Semester: fachspezifischer Abschluss, Ökonom (VWA)
5.-6. Semester: Wirtschaftsdiplom der VWA, Betriebswirt (VWA)
7.-9. Semester: international anerkannter Bachelor-Abschluss (zum Teil auch englisch-sprachig möglich)

 Aber der Clou ist: Wer einen fachspezifischen Abschluss bereits erlangt hat, wie einen Fachkaufmann oder Betriebswirt, werden 4 Semester angerechnet. D.h. da ich einen Abschluss als Fachkauffrau habe, würde ich den Bachelor-Abschluss in 5 Semestern erlangen können (2,5 Jahre).

Der Nachteil: Es ist ein Abendstudium (ich bin zeitlich und örtlich gebunden) und der nächstgelegene Studienort ist Berlin (2h Autofahrt pro Strecke). Vorlesungszeiten: 2 bis 3x wöchentlich abends 18:00 – 21:15 Uhr und/oder samstags 8:30 – 15:45 Uhr. Für mich bedeutet das 2-3x pro Woche 7:30 Uhr auf Arbeit sein, spätestens 16 Uhr von Arbeit gehen, 18-21:15 Uhr Vorlesung, 21:30 Uhr Heimweg antreten und 23:30 Uhr zu Hause sein. Dann am nächsten Tag fit sein für Arbeit, parallel noch Lernen und auf Prüfungen vorbereiten. 
Das ist definitiv zu viel. Ich weiß ja, dass man für ein Studium Opfer bringen muss. Aber man muss es sich ja nicht schwerer machen, wenn es auch anders geht. Leider ist das also keine Alternative :(

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